Maria Hilf im Normalbetrieb

Veröffentlicht am Samstag, 21. März 2020

Maria Hilf im Normalbetrieb

Besucher reagieren verständnisvoll auf neue Regelungen / Notfalldienst geändert

Warstein – Seit dem 16. März hat das Krankenhaus Maria Hilf die Besuchsregeln geändert, um das Risiko für die Verbreitung des Coronavirus zu reduzieren und alle Patienten, Schwangere und Mitarbeiter vor einer möglichen Ansteckung zu schützen. Auch die Cafeteria ist geschlossen. „Die Menschen gehen damit gut um und haben Verständnis“, sagt Geschäftsführer Klaus Wohlmeiner. Es werde jeweils mit dem Arzt abgesprochen, ob ein Besuch doch gemacht werden dürfe, auch zum Wohl der Erkrankten, die auch unter der Situation litten. Nichtsdestotrotz sei der Haupteingang wie gewohnt geöffnet, Besucher müssten nur an der Rezeption fragen, ob sie willkommen seien. Auch der Krankenhausbesuchsdienst der Evangelischen Kirchengemeinde Warstein sei ausgesetzt: „Die Personen gehen ja von Zimmer zu Zimmer, das wäre in der jetzigen Situation völlig kontraproduktiv.“ Täglich müsse sich das Personal auf Neuerungen einstellen, die dem aktuellen Wissensstand geschuldet seien und permanente Anpassungen erforderlich machten. Wichtig für die Warsteiner Bevölkerung: „Der Betrieb läuft wie gewohnt weiter, er ist nur ein wenig heruntergefahren. Wir sind kein Corona-Krankenhaus. Es werden nur Eingriffe verschoben, die nicht unbedingt sofort erfolgen müssen. „Es gibt aber auch Patienten, die von sich aus Termine absagen, die nicht dingend sind.“ Auch Intensiv-Patienten könnten weiter behandelt werden, es herrsche keine Krisensituation. Deshalb seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angehalten, ihre Urlaube wie geplant zu nehmen. „Unsere Leute sollen sich den Aufgaben stellen können, wenn die Zeiten doch schlimmer werden. Dass es so kommt, ist gewiss. Darauf müssen wir leider vorbereitet sein“, so Klaus Wohlmeiner. Die Kassenärztliche Vereinigung (KVWL) hat das Vorgehen bei Testung auf das Corona- Virus für den Kreis Soest so geregelt, dass die KVWLNotfalldienstpraxis Soest am Riga-Ring für Erwachsene in ein Corona-Behandlungszentrum umgewandelt wird. Es ist zuständig für die Behandlung von erkrankten Patienten und ggf. auch für die Diagnostik von begründeten Verdachtsfallen. Patienten mit anderen Diagnosen, die den Notfalldienst aufsuchen, werden an andere KVWL-Notfalldienstpraxen, z.B. an das Maria Hilf oder an die umliegenden Krankenhäuser, verwiesen. Die Krankenhäuser in Soest werden ab sofort nicht mehr als Diagnosezentren fur Testungen auf das Coronavirus zur Verfügung stehen. Die KVWL-Notfalldienstpraxis Soest am Riga- Ring für Kinder wird mit sofortiger Wirkung vorübergehend aufgelöst. Der kinderärztliche Notfalldienst wird ab sofort wieder dezentral organisiert, d.h. Eltern, deren Kinder außerhalb der Praxisöffnungszeiten eine medizinische Behandlung benötigen, müssen den diensthabenden Kinderarzt beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117 erfragen. Die Notfalldienstzeiten bleiben indes unverändert. Die Versorgung der Bevölkerung in Lippstadt in einem Corona-Behand lungszentrum für ambulante Patienten ist Gegenstand weiterer aktueller Überlegungen der Stadt Lippstadt, der Krankenhäuser und der niedergelassenen Arzte. Eine Entscheidung steht noch aus. Geöffnet bleibt das Abstrichzentrum in der ehemaligen Gutenberg-Grundschule in Warstein, das seit Mittwoch in Betrieb ist. Im Krankenhaus Maria Hilf zuvor und im Abstrichzentrum wurden bislang insgesamt 126 Proben genommen.

Hilfe für Anmeldung zum Abstrichzentrum

Unter dem Siegel der Nachbarschaftshilfe „Warstein solidarisch“ werden die Termine für das Corona-Testzentrum an der ehemaligen Gutenbergstraße organisiert. Dazu werden Helfer gesucht, die Telefondienst übernehmen. Dafür wird ihnen ein Diensthandy zur Verfügung gestellt. Die Helfer tragen die aus den Hausarztpraxen für einen Corona-Test gemeldeten Patienten in einen Kalender ein. Dazu ist ein internetfähiger PC oder ein Laptop nötig, We love Warstein kann ein Laptop zur Verfügung stellen. Wer sich bei dieser Nachbarschaftshilfsaktion engagieren möchte, schreibt bitte eine Mail an die Adresse carmenbecher@ gmx.de mit folgenden Angaben: Name, Alter, die Zeiten, in denen der Telefondienst geleistet werden kann, eine Handynummer, die der WhatsApp-Gruppe für diesen Dienst hinzugefügt wird.

KV-Notfallpraxis

Die niedergelassenen Ärzte aus Warstein, Rüthen und das Krankenhaus Maria Hilf Warstein bitten darum, dass auch am Wochenende zunächst mit dem diensthabenden der KV-Notfallpraxis telefonisch unter 02902/891-170 Kontakt aufgenommen wird, um einen Termin jeglicher Art und in allen Belangen mit dem Arzt abzustimmen. „Dieses Vorgehen hat sich in den letzten Tagen sehr bewährt und muss unbedingt weitergeführt werden“, so die Ärzteschaft.

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Karriere

Das Krankenhaus Maria Hilf Warstein ist ein Haus der Grundversorgung mit 138 Planbetten, mit den Hauptfachabteilungen Innere Medizin und Chirurgie sowie 2 Belegbetten HNO. Angeschlossen an unser Krankenhaus ist ein medizinisches Versorgungszentrum.